Exkursion nach Slowenien und Italien

Vom 1. bis 3. Oktober 2018 erkundeten die Slowenisch- und Italienischschüler und -schülerinnen der 4A und 4B das slowenisch-italienische Grenzgebiet zwischen Triest und Piran und versuchten ihre Sprachkenntnisse anzuwenden. Die Stadt Triest bietet viel Interessantes an Geschichte und Kultur, das Hinter- und Umland zahlreiche Naturbesonderheiten.

Erster Besichtigungspunkt war Ljubljana, das viele Ähnlichkeiten mit Graz hat. Wir schlenderten über den Kongress-Platz, den Park zvezda/Stern-Park und dem Fluss Ljubljanica entlang in Richtung Altstadt. Beim Prešeren-Denkmal erzählten die Slowenischschüler/innen den Italienischschüler/innen, wer denn dieser France Prešeren war. Vorbei am Dom und am Bauernmarkt ging es zur Seilbahn, die uns zur Burg brachte. Leider war uns der Blick auf die Stadt aufgrund von Bauarbeiten auf der Mauer verwehrt, aber wir konnte die Kapelle besichtigen und in der Seilbahn Ljubljana von oben bewundern.

Am Sickersee von Cerknica wurde uns im Museum Keber anhand eines Modells das Phänomen des kommenden und verschwindenden Karstsees erklärt und es wurde uns auch gezeigt, wie die für diesen See typischen Holzboote früher gemacht wurden. Natürlich sind wir auch zum See gefahren, der gerade wieder einmal kaum vorhanden war.

Unsere Zelte schlugen wir im Hostel Soline in Portorož auf und dann fuhren wir zum Abendessen in das pittoreske Städtchen Piran. Ein heftiger Regen zwang uns im Restaurant zu bleiben und so konnten wir Piran by night nur mit Regentropfen sehen.

Triest wird nicht nur die „Stadt der Winde“ (wir erlebten die Bora Chiara!) und ein „kleines Wien am Meer“, sondern auch „Stadt des Kaffees“ genannt, weswegen wir uns in Prosecco/Prošek die Kaffeerösterei von Primo Aroma anschauten. Jetzt wissen wir, worauf es bei einem echten Espresso ankommt. Mit der Stadtführerin Paola machten wir einen Spaziergang durch Triests Vergangenheit und Gegenwart und beendeten die Führung mit einem Besuch der Gelateria Zampolli. Interessante Geschichten aus dem 1. Weltkrieg erfuhren wir im „Erinnerungspark Šk’ljunka“ vom Winzer Danilo Lupinc, dessen Großvater in den Schützengräben unweit des Weingartens verstorben ist. In Danilo Lupinc‘ Osmiza/Osmica wurden wir nach dem historischen Spaziergang und einem wunderbaren Ausblick auf die Bucht von Triest bei Sonnenuntergang mit einer köstlichen Jause bewirtet.

Am dritten Tag fuhren wir in der Früh gleich zu den Salinen von Sečovlje bei Piran, wo noch nach alter Tradition Meeressalz gewonnen wird. Die Salinen sind auch ein großes Naturschutzgebiet und Raum für viele Pflanzen und Tiere. Danach wechselten wir wieder auf die italienische Seite und besichtigten das berühmte Schloss Duino, wo der deutsche Dichter Rainer Maria Rilke seine Duineser Elegien verfasste.

Nach dem Mittagessen auf dem Bauernhof Gruden-Žbogar in Sgonico/Zgonik besuchten wir den botanischen Garten Carsiana, der nicht weit davon entfernt ist. Auf 5000 m² befinden sich rund 600 Pflanzenarten. Das Gelände wurde ausgewählt, da auf kleinster Fläche alle geomorphologischen Hauptformationen des Karstgebiets in natürlicher Form vorkommen, denen die entsprechenden Pflanzengesellschaften zugeordnet wurden. Der Garten möchte eine Art „synthetische Darstellung der Karstlandschaft“ sein, die dem Besucher einen erschöpfenden Überblick über die wichtigsten ökologischen Aspekte des Gebiets verschafft.

Wir danken unserem Busfahrer Feliks Dvoršak, dass er uns gut durch die engsten Karststraßen gebracht hat und den Schüler/innen für die schöne, gemeinsame Zeit.

Bild und Text: MPA und WEI

Veröffentlicht am 03.10.2018

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