Mission Waldhonig

Imkereiprojekt an der Försterschule

Wer kennt sie nicht, die alten Schwarzweißfilme aus den 1950er Jahren, in denen der Förster mit Hund nach der Jagd in der Morgenröte zurückkehrt und genüsslich sein Honigbrot auf der Bank vorm Forsthaus verspeist, umgeben von Natur, jagdlichem Flair und einigen neben dem Haus aufgestellten Bienenstöcken. So naturverbunden stellen sich viele Naturgenießer den Försterberuf vor. Und das ist er auch, vor allem auch bei der vielfältigen Ausbildung im und rund um den Lehrforst.

Nicht nur die Schülerinnen und Schüler schwirren im Lehrforst eifrig umher, seit Neuem sind es auch abertausende Bienen, die unseren Lehr- und Versuchsforst eifrig nach Honig und Pollen absuchen. Ein Imkereiprojekt konnte im Zuge des Umweltaktivitätstages 2016 an unserer Schule gestartet werden. So wurden 25 interessierte Personen aus unserem Hause durch einen Imkereikurs in die Kunst des Imkerns eingeführt. In Kooperation mit dem Landesverband für Bienenzucht und der Imkerschule, vor allem mit Dr. DI Michael Rubinigg (Biene Österreich) aus Graz besuchten Schülerinnen und Schüler die Imkereischule und belegten den Grundkurs für erfolgreiche Bienenzucht. Zu Lehr- und Versuchszwecken wurden nun auch ca. 15 Bienenstöcke am Ende des Rebischkogelweges aufgestellt, um wöchentlich mit den Schülerinnen gemeinsam die Durchsicht, die Pflege und die Arbeiten im Jahresverlauf durchzuführen, sowie die Honiggewinnung als Lohn der Arbeit zu erleben.

Der Elternverein finanzierte für Lehrzwecke zwei schuleigene Bienenstöcke mit dem gesamten benötigten Material, die FL. Maurer gemeinsam mit den Imkereiinteressierten der Schule bewirtschaftet. Dazu gibt es Imkereiabende, an dem alle, auch nicht Imker, eingeladen sind, die Bewirtschaftung der Völker hautnah mitzuerleben.

Im Jahr 2017 konnte der Lehrforsthonig eine Silbermedaille in der Kathegorie Wald- Blütenhonig erzielen.

 

Text: FL Bernhard Maurer

 

Veröffentlicht am 17.11.2017