Erasmus+ Internationale Aktivitäten

Eine Präsentation der teilnehmenden Schulen

Seit 2015 nimmt die HBLA für Forstwirtschaft Bruck/Mur am Erasmus+ Projekt „International Forestry“ zusammen mit Partnerschulen aus Estland, Finnland, Schweden und Ungarn teil. Die Arbeit im und für den Wald führte die Partnerschulen zusammen. Der länderübergreifende Austausch von Erfahrungen und Wissen zu ausgewählten Themen soll in weiterer Folge als E-learning-Modul für den Unterricht dienen. Austausch von Schülerinnen und Schülern, Lehrerinnenfortbildungen und Studienreisen sollen bei allen Beteiligten das Bewusstsein für die gesamteuropäische Zusammenarbeit heben.

Die Forstschule in Luua/EST bereitet das Thema Pflanzensoziologie/Waldgesellschaften auf. Dabei werden die unterschiedlichen Waldgesellschaften in den Partnerländern dokumentiert, gegenübergestellt und anschaulich zum Studium den Beteiligten zur Verfügung gestellt.

Die Forstschule Ähtäri/FIN vergleicht die Jedermannsrechte in der Natur in den Teilnehmerländern. Die Verhaltens- und Benutzungsregeln in der Natur für Freizeitaktivisten unterscheiden sich von Land zu Land. Um konfliktfreie Erholung zu ermöglichen, ist das Wissen über lokale und regionale Gepflogenheiten unumgänglich.

Die Forstschule in Örebro/SWE widmet sich der Arbeitssicherheit im Wald. Standardisierte Sicherheitsregeln können über die sprachlichen Barrieren hinweg klar und verständlich vermittelt werden. Das Zusammenführen der länderbezogenen Erkenntnisse soll den internationalen Anforderungen gerecht werden.

Die Forstschule in Piliscsaba/HUN beschäftigt sich mit dem Naturschutz, konkret mit den Nationalparks. Zwar sind die Kriterien für die Nationalparks international standardisiert, jedoch ist das nationale Bewusstsein und die Bedeutung von Land zu Land unterschiedlich. Die Wahrnehmung in der Bevölkerung spiegelt die Wertigkeit der Schutzgebiete wieder.

Die HBLA Bruck/AUT hat sich die Nachhaltigkeit in der Forstwirtschaft als Thema gestellt. Die Waldbewirtschaftung in Bezug auf schonenden Umgang mit der Ökoressource, Achtung der Biodiversität, Wahrung der Schutzfunktionen und Berücksichtigung der Klimaveränderung zu erheben, ist ein Teil des Projektes. Der zwischenstaatliche Vergleich ermöglicht einen guten Überblick über die vielen Möglichkeiten der nachhaltigen Bewirtschaftung unserer Wälder.

Um solche Projekte erfolgreich durchführen zu können, ist die Zusammenarbeit zwischen Lehre und Wirtschaft unumgänglich. Im Zuge des Projektes hat sich herausgestellt, dass die Ausbildung qualitativ optimiert werden kann, wenn sie mit und für die Praxis stattfindet.

Veröffentlicht am 17.11.2017